Hat eigentlich mal einer darüber nachgedacht, warum das iPhone so erfolgreich ist?
Verblüffend, aber Apple hat es wieder mal hinbekommen innerhalb der ersten 3 Tage über 1 Millionen neue iPhone 3GS zu verkaufen!!!
Selbst Angebote die ein vertragsfreies iPhone für 600,00 oder gar knapp 1.000,00 Euro anbieten scheinen zu funktionieren! Muss wirklich jeder ein iPhone haben? Oder was steckt hinter dem iPhone Hype?
Angeblich wechseln ja auch immer mehr BlackBerry User zum iPhone und das sind ja wohl wirklich meist Premium Subscriber bei den Anbietern. Dazu habe ich vor wenigen Tagen auch eine passende Anfrage rein bekommen: Migration von 70 BlackBerry Usern auf iPhone 3GS. Der Kunde nimmt es sogar in Kauf, dass er an Mobilfunk Anbieter wechseln muss. Bleibt ihm auch kaum etwas anderes übrig, denn seiner bietet das iPhone nicht an!

Aber auch wenn das Gerät teuer ist, die Kunden lange darauf warten soll/müssen und es eigentlich jetzt erst Features bringt, die andere schon lange haben (Video, MMS usw. usw.) ist das iPhone wohl das derzeit mit abstand erfolgreichste Mobile Device! Und ich verstehe immer noch nicht warum!
Andere Hersteller sind ja auf den Touch-Screen Zug aufgesprungen (HTC, Samsung usw. und sogar RIM mit seinem Storm), viele davon wurden als der iPhone Killer bezeichnet… Die Verkaufszahlen von Apple und den Providern sagen dazu nur: Bring em on!

Zugegeben, ich habe ja selbst ein iPhone! Aber: Ich nutze es eigentlich nicht als Telefon, ich nutze es wirklich als Surf Maschine und als Social Phone ;-) Und bei der Akku Laufzeit meines iPhone 3G würde ich sowieso kaum über den normalen Arbeitstag kommen. Aber den Hype verstehe ich immer noch nicht!!!

Vor einigen Tagen durfte ich in einem T-Shop ein Gespräch mitbekommen, dass mich persönlich zum grübeln gebracht hat… Aber eines nach dem anderen: Letzten Donnerstag war wohl in den meisten T-Shops Hektik angesagt, denn immerhin war es der Tag vor dem Launch des neuen iPhones. Ich also rein in den Shop, da ich eine Frage (Nein, nicht zum iPhone hatte), eigentlich wollte ich sofort wieder raus, denn auf zwei Verkäufer/Berater kamen 10 Kunden/Interessenten. Und siehe da, eigentlich ging es bei allem um ein iPhone!
Dann geht das Gespräch los: Ein Herr, etwa um die 60, schaut sich zusammen mit dem Verkäufer/Berater das aktuelle iPhone 3G an. Sofort merkt er an: “Aber das ist ja ein altes Geräte, wenn will ist ja das neue, denn das ist ja besser“. Ich also zu mir selbst: “Aha, besser? Aber warum?“. Der Verkäufer/Berater klärt den Herrn freundlich auf und hebt die Vorteile des neuen (Noch nicht verfügbaren) iPhones noch einmal hervor. Gefragt nach seinem Telefon-Verhalten meint der Herr dann: “Derzeit telefoniere ich nicht viel, aber dass kann sich ja ändern. Und mit dem neuen iPhone wird es das ganz sicher“. Ich also wieder zu mir selbst: “Aha! Das könnte es erklären, evt. Ist das telefonieren mit dem iPhone einfach anders, oder sogar besser, es macht einfach mehr Spaß!“. Dann geht der Spaß aber erst richtig los: Andere Kunden Fragen immer wieder dazwischen und der Verkäufer/Berater ist bemüht alle glücklich zu machen und beantwortet brav und geduldig alle Fragen nach bestem Wissen und wohl auch Gewissen… Dann kommt die Frage des Herren, welchen Tarif er den nun nehmen soll. Der Verkäufer/Berater weist den Kunden noch einmal ganz freundlich darauf hin, dass er ja nicht viel Telefonieren würde und ihm ein kleiner Vertrag (Complete XS oder Complete S)  sicher reichen würde. Dann werden die anderen Interessenten/Kunden plötzlich alle zu Beratern und wissen es auf einmal alle besser. Und siehe da: Der Herr ist bereit und möchte das absolute Premium Angebot! Einen Complete L Tarif für knapp 120,00 Euro pro Monat! Verkäufer/Berater versucht sofort denn Herren davon abzubringen (Und das muss ich zugeben: Ich habe noch nie gesehen, dass ein T-Shop Mitarbeiter so sehr versucht einen Kunden davon zu überzeugen einen Vertrag nicht abzuschließen), mit Erfolg! Aber der Herr freut sich und unterschreibt sofort einen Complete M zu knapp 60,00 Euro im Monat bei 24 Monaten Laufzeit! Dann passierte wieder etwas, was ich nicht verstehen kann: Der Herr besteht auf ein iPhone 3GS und möchte “natürlich” auch das 32GB Modell. Dann muss der Verkäufer/Berater eingestehen, dass genau dieses Gerät noch nicht Lieferbar sein wird. Also stimmt der neue T-Mobile/T-Home Kunde zu, ein 16GB Gerät zu nehmen. “Auch wenn das natürlich schon wenig ist!“. Ich sofort wieder zu mir selbst: “Aha! 16GB sind zu wenig, jetzt bin ich mal gespannt, was er damit denn so alles tun wird…“. Leider erklärt der Herr nicht, wofür er denn unbedingt ein 32GB Modell haben hätte wollen und vor allem, warum das 16GB Modell schon “klein” wäre! Dann geht der Spass aber erst richtig los, denn der Herr stellt eine Frage (Nachdem er den Vertrag unterschrieben hat), die dafür sorgte, dass ich Kopfschüttelnd den T-Shop verlassen habe: “Sagen Sie mal, brauche ich dann eigentlich meinen MP3 Player noch, oder kann ich mit dem iPhone dann auch Musik hören?“. Das Gesicht des Verkäufer/Berater sprach Bände, meines sah sicher in diesem Monet sicher nicht anders aus… Denn die liebe Kunde hat sich eine ganze Menge an Zubehör (inklusive extrem gutem Headset usw.) gekauft. Bis dahin hatten der Verkäufer/Berater und ich sicher die Hoffnung, dass er wusste was er das gerade gekauft hat und die nächsten 2 Jahre zahlen muss.
Fakt ist: Er hatte knapp 300,00 Euro zu zahlen (Telefon, Zubehör, Bereitstellung) und muss in Zukunft jeden Monat knapp 60,00 Euro zahlen (Das sind ja dann noch mal 1.440,00 Euro) ohne zu wissen warum!!! Zumindest war das der Eindruck den ich hatte.

Den iPhone Hype verstehen tue ich immer noch nicht… Ich stelle mir aber immer mehr die Frage: Muss ich das denn?

12 Responses to “Warum ist das Apple iPhone so erfolgreich?”
  1. snoq

    gute gedanken, ich mag hypes auch extrem wenig. aber zugegebenermaßen finde ich den 60jährigen kunden eine sehr passende kundschaft auch wenn die vorinformation des rentners zu wünschen übrig lässt. denn ich würde klar rentner auch stark focusieren für das iphone, denn es ist sehr einfach und deutlich intuitiver als jedes andere handy. meine grosseltern wollte ich es gern vermachen wenn der preis nicht abgeschreckt hätte. ich denke warum apple produkte generell recht gut hypen ist das einfache prinzip simplicity und design. siehe ipod steuerung – macbook air touchpad und nun das der macbooks. keine tasten, gestensteuerung ….

    • Joerg Hochwald

      Du hast absolut recht! Klar kommen Personen in diesem alter mit einem Touchscreen sicher deutlich besser zurecht als mit einem normalen Mobile :)
      Ich kriege nur mit was in diversen Shops los ist und vor allem: Mich wundet, dass Apple Kunden so viel über sich ergehen lassen! Ein Beispiel ist das iPhone… Jetzt hat es (endlich?) viele Funktionen, die bei anderen Mobiles normal sind und (fast) alle finden es gut. Ein anderes Beispiel ist die Aktivierung: Wenn es nicht geht, ist das zwar schlecht, aber keiner motzt wirklich rum.
      Ich bin ja auch so: Bei meiner Windows Kiste motze ich immer rum, wemm mal was nicht geht! Gleiches bei meinem BlackBerry. Wenn aber meine Apple Kisten mal nicht so funktioniert wie sie soll, oder das iPhone quatsch macht, dann ist das eben so.

  2. Marc

    Das ist ja eben der Punkt bei einem Hype. Das Produkt lebt lediglich von seinem Image und wird, unabhängig dessen Qualität oder Preisleistung, in Massen gekauft. Zu hohe Erwartungen sind bei Hypes stets eine Begleiterscheinung, demzufolge auch Enttäuschungen vorprogrammiert (wie sie bei dem iPhone auch noch kommen werden rsp. bereits sind).
    Ich persönlich habe mich nie von glänzenden Markennamen täuschen lassen, sei dies, MS, Google, Apple oder sonstwas – dazu bin ich zu rational. Warum Windows oder MacOS verwenden, wenn es doch ungemein bessere und kostenfreie Betriebssysteme gibt wie beispielsweise viele Linux-Distributionen? Warum einen überteuerten iPod kaufen wenn es doch qualitativ hochwertigere Produkte von Creative gibt (wie oft hatten meine Bekannten Probleme mit dem iPod-Touchpad)?

    • Joerg Hochwald

      Marc, ich gebe dir ja recht, zumindest teilweise!
      Mit Linux auf dem Desktop ist das aber leider immer noch so ein Thema… Nicht alles funktioniert, Hersteller verweigern den Support usw. usw. Als Server Betriebsystem bin ich da voll deiner Meinung, aber auf dem Desktop ist es derzeit (für mich) keine Alternative! Das geht schon mal bei meinem Notebook los: Da würde eine Menge nicht funktionieren :(
      Und: Ich bin seit langem ein Fan von Mac’s als Desktop’s ;-) Und da bin ich auch wirklich mehr als zufrieden! Seit OS-X mehr denn je!!! Aber auch hier: Leider kann ich nicht alles damit machen… (Siehe unten)
      Microsoft & Google sind da wieder ein ganz anderes Thema: An einigen Produkten von Microsoft komme ich nicht vorbei. Word, Visio und Project sind leider Produkte auf die ich aufgrund des Jobs nicht verzichten kann. Ich kann meine Kunden nicht zwingen andere, teilweise freie/günstige und oft auch bessere Alternativen zu verwenden!
      Auch beim Betriebsystem ist es so, dass ich an Windows nicht imme rvorbei komme. Ein Beispiel sind die Tools/Programme von RIM (BlackBerry) und/oder Cisco. Und die brauche ich nun mal für meinen Job :(

      Bei Dingen wie MP3 Playern usw. gebe ich dir aber absolut recht! Da muss es nicht imemr der tolle Name/Hersteller sein… Warum auch?

  3. Felix

    Diese Leute von Werbung verstümmelt. Es ist Wahnsin was sich die Leute durch einen Schriftzug doch alles einreden lassen. Ich besitze auch das Iphone, allerdings aus Gründen die die Auswahl für mich rechtfertigen. Da wären die gut reagierende Oberfläche, der große Speicher, der schicke Mediaplayer, das schnelle Surfen über WLAN/Funknetz und der Apple Store mit Apps/Musik und weiteren Medien.

    • Joerg Hochwald

      @Felix, dass ist auch der Grund warum ich mir seinerzeit ein iPhone gekauft habe :)
      vor allem zum surfen ist es wohl derzeit das beste Mobile das man kaufen kann. Aber seit einiger zeit baue ich auch Software für das iPhone, auch hier ist es recht interessant… Besser als Software für viele andere Mobiles zu bauen…

  4. Ansgar Schäfer

    …über iPhone und Co. zu schnöden ist etwa so sinnvoll wie die Eröffnung eines Brennholzverleihs. Selbst die ehrwürdige NZZ (neue Zürcher Zeitung) konnte nicht abseits stehen und publizierte jüngst «Die 7 Gründe, die gegen iPhone sprechen». Tatsache ist doch, dass Erfolg neidisch macht und Sozialneid bekanntermassen destruktive Auswirkungen hat. Warum nicht einfach anerkennen, dass es Leute gibt wie z.B. Steve Jobs, die auf die wahren Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen. Auch auf die der ganz Jungen! Hier aufgrund eines Beispiels eine Parallele zu 60-jährigen Kunden zu konstruieren ist schlicht verfehlt. Jobs hat ganz einfach den Unterschied erkannt und trotz brachialer Methoden seines Widersachers und Ideenklauers Bill Gates durch «Pull instead of Push Strategy» bewiesen, dass Markterfolg nicht durch Macht, Monopol und schiere Grösse definiert wird, sondern über Kundentreue, Erlebnis, Individualität, Design, Lifestyle und top Qualität. Mag die folgende Analogie auch noch so weit hergeholt zu sein: Wenn «Opelfahrer» (von mir aus Fahrer des absolut gelungenen Insignia) meinen, dass sie schon immer alles hatten, zufrieden sind und sich über die neuen Modelle von Audi (iPhone spielt in der Liga S5, S6, R8) lustig machen, dann haben sie ihren eigenen alten Slogan (OPEL, wir haben verstanden) tatsächlich Ernst genommen. Ansgar

    • Marc

      @Ansgar Schäfer,

      Wenn du dich ernsthaft mit den Produkten in diesem Bereich auseinandersetzen würdest, könntest du auch Opel entdecken, welche genau dasselbe bieten wie deine Audis und dies zum kleineren Preis.
      Du verschweigst desweiteren in deinem Beitrag komplett, dass Produkte von Apple den Anwender stark einschränken (z.B. nur AAC-Format verwendbar, iTunes ist Pflicht, usw.), Sicherheitslücken aufweisen, umweltunverträgliche Stoffe enthalten, Empfangsprobleme haben (iPhone3G), teilweise schlechte Qualität vorweisen (ich erinnere an die früheren iPods, das Touchpad ging ständig kaputt) und dabei total überteuert sind.
      Dies ist nur ein kurzes Brainstorming meinerseits, mit Recherche wäre die Liste bestimmt länger. Es geht mir jedoch nicht wirklich darum, Apple schlecht zu machen (ich bin kein Fanboy, ich gebs zu), ich möchte lediglich deinen Beitrag relativieren und eine Gegenseite zu deiner Meinung schaffen. Dies schafft in der Summe hoffentlich mehr Objektivität.
      Marc

  5. Ansgar Schäfer

    Hallo Marc

    Nur schnell noch was zu Opel: Gerade weil Opel nichts verstanden hat stehen wir doch vor der Tatsache, dass der Steuerzahler mit Milliarden (Garantien) eingreifen muss. GM mag da grosse Schuld auf sich geladen haben. Tatsache ist jedoch, dass wer sich bei Opel umschaut, findet keine Acht-, keine Zehn- und schon gar keine 12-Zylinder. Mal völlig unabhängig davon ob das politisch korrekt ist. In Sachen Quattro waren sie ebenfalls nie kompetent. Die Liste der Mankos ist riesig. Von den Faktoren Lust, Fun und wahrer Ingenieurskunst mal ganz zu schweigen. Zwischen Opel und Audi liegen Welten, genauso wie zwischen Smartphone-Herstellen XY und iPhone. Was Apple grundsätzlich anbetrifft vertrete ich übrigens nicht irgend eine oder meine Meinung, sondern ich habe immer mit beiden Welten gearbeitet und gebe die Erfahrungswerte von Hunderten derer wieder, die sich ein genaues Bild der Vor- und Nachteile machten. Die Erklärung folgt: Ob als ex Berater von Motorola (ich war mal glühender Fan), ob als enger Geschäftspartner von Microsoft Schweiz (Preferred Recruiting Partner) oder als langjähriger beruflich und privater User sämtlicher Konkurrenzprodukte von Apple: in den von mir geleiteten Unternehmen – weltweit – ging es immer darum das Bestmögliche zum fairen Preis einzusetzen. Und da hat sich Apple gewaltig gemacht. Was auf den ersten Blick einschränkend wirken mag ist doch in den meisten Fällen (von wenigen Ausnahmen wie z.B. MMS o.ä. abgesehen) nichts anderes als die Vorwegnahme von Trends. Dinge die sich totlaufen lässt Steve Jobs weg. Wer’s nicht mag soll sich doch einfach weiter abmühen mit Geräten, die die Leute frustrieren.

    Das Netz ist voll mit Artikeln wie z.B. BlackBerry versus iPhone. Ich habe hier mal einen Auszug von Galen Gruman’s Artikel (Mai 09) einkopiert, der zu Hundert Prozent das wiedergibt, was ich von zig BlackBerry-Usern gehört habe:

    To find out, I spent a month with an iPhone 3G and a BlackBerry 9000 Bold (the professional model that RIM recommended as the best to compare to an iPhone) to see how well each would fare in my daily grind. (For the answers to that, see my upcoming stories later this week at InfoWorld.com.) In doing so, I also had the chance to compare the two devices in depth: mail to mail, phone to phone, browser to browser, and thumb stroke to touch-tap. In short, I evaluated them based on everything from classic PDA functionality and usability to location-based services and availability of third-party apps.

    And how do they stack up? Frankly, I’ve concluded it’s time to bury the BlackBerry. A revolution in its time, thanks to its ability to provide instant, secure e-mail anywhere, the BlackBerry has become the Lotus Notes of the mobile world: It’s way past its prime.

    Mag übertrieben formuliert sein, die Realität ist’s alleweil.

    Ansgar

    • Marc

      @Ansgar Schäfer,

      Vielen Dank für die Antwort.
      Um etwas klar zu stellen: Ich habe mit meinem Satz über Opel&Audi nicht die Autos selbst gemeint, sondern lediglich von Telekommunikationsprodukten gesprochen.
      Zwischen Hersteller XY und Apple liegen eben keine Welten, ich weiss nicht woher dieser Irrglaube stammt. Auch irgendein Test iPhone vs. BlackBerry beweist dies nicht, da es einfach eine Stichprobe ist. Es ist jedoch ein Fakutm, dass es iPhone-Konkurrenzprodukte gibt, welche mindestens gleich gut sind. Lese dir Erfahrungsberichte und Tests zu Produkten wie beispielsweise dem “Samsung i8910 HD” oder “HTC Touch HD (T8282) / HTC Hero” durch. Diese Konkurrenzprodukte sind zudem 13-25% billiger als das iPhone (www.digitec.ch Stand: 02.09.2009).

      Quote: “Was auf den ersten Blick einschränkend wirken mag ist doch in den meisten Fällen [...] nichts anderes als die Vorwegnahme von Trends.”

      Der iPod / das iPhone schränkt die Verwender jedoch bezüglich verwendeter Software (iTunes), Musikformat (AAC) und jeglichen Zusatzprodukten für Handy/Musikplayer ein. Daraus resultiert 1.Bevormundung des Kundes, 2. Überwachung des Kundens und 3. Kaufzwang für Apple Produkte, was meiner Meinung nach pure Abzockerei ist von Apple.

  6. Ansgar Schäfer

    Hallo Marc

    Habe die Tests gerne angeschaut und muss dir in vielen Punkten Recht geben. Dass die Hersteller XY technologische Leckerbissen anzubieten haben und in diversen Disziplinen – praktisch ausschliesslich leistungsbezogen – gar vorne liegen lässt sich nicht leugnen. Und dass die Tests mit Höchstnoten vergeben wurden ist mir auch nicht verborgen geblieben. Auch die vielen begeisterten Zuschriften scheinen gegen 90% absoluter Zufriedenheit widerzuspiegeln. Das sind Fakten. Erkenne ich an.

    Fakten sind allerdings auch, dass die jetzt hochgelobten Me too-Produkte erst durch iPhone ermöglicht wurden und (leider) nach wie vor in puncto intuitiver Bedienbarkeit nicht mit der des iPhone mithalten können. Form und Grösse wird billigend in Kauf genommen; ist und bleibt aber ein weiterer einschränkender Kauffaktor. Der fehlende App-Store – ein Meilenstein in der Geschichte der Branche, für Millionen von Usern mit Milliarden (!) Downloads nicht mehr wegzudenken und Tausende von Arbeitsplätzen rund um den Globus schaffend – geht bei diesen Betrachtungen völlig unter.

    Dass iTunes & Co einschränkt will ich nicht bestreiten. Ist allerdings bei top Produkten eine durchaus legitime Vorgehensweise. Was Besseres oder wirklich Vergleichbares ist jedoch auf dem Markt nicht erhältlich oder hält sich nicht.

    Abschliessend noch ein Wort zur Ausgangsfrage: Warum ist Apple so erfolgreich? Ganz einfach. Erfolg ist das Rezept: Geniales Produkt, bedürfnisorientiert, funktioniert (auch bei technisch weniger Begabten), kluges Marketing und Schaffung von Erlebniswelten. Wer Apple kauft, kauft Lebensgefühl. Dass das ein bisschen mehr kostet ist jedem vorher klar. Wer die Forschung und Entwicklung in Cupertino kennt und die daraus entstandenen grandiosen Trends, Mega-Produkte und last but not least die (über-)lebenswichtigen Marktpotentiale, sollte erkennen, dass das nicht zum Lidl- oder Aldi-Preis zu haben ist. Dass die Konkurrenz billiger anbietet ist übrigens beileibe kein Vorteil; es ist deren einzige Chance überhaupt im Markt mithalten zu können. Pure Abzockerei in Bezug auf Apple kann deshalb ich ehrlich gesagt nicht erkennen.

    Ansgar

  7. Uschi

    … in Klein Bradenow ist grad ne Tüte Mehl vom Tisch gefallen !