Kriminelle zahlen 25.000 Euro für Nokia 1100, aber warum?

Folgendes war gestern auf Golem zu lesen:

Ultrascan hat ermittelt, dass diese Preise nur für eine bestimmte Baureihe des Nokia 1100 erzielt wurden. Und zwar wurden alle fraglichen Modelle im mittlerweile geschlossenen Nokia-Werk in Bochum gefertigt. Ultrascan geht davon aus, dass diese Modelle gehackt werden können, um das Mobiltelefon mit einer anderen als der über die SIM-Karte zugewiesenen Rufnummer zu betreiben. Damit wollen Kriminelle an mTANs gelangen, um darüber Zugriff auf ein fremdes Konto zu erlangen.

Zum Glück kenne ich mich mit Mobilfunk ja nicht aus! Aber ich stelle mir dazu folgende Frage:

Warum sollte es möglich sein, eine SMS für eine Nummer zu empfangen die man sich auf dem lokalen Endgerät einträgt?

Das ist dem Provider doch erstmal föllig egal! Auf der Seite des Providers findet eine Zuordnung zwischen Karte und Nummer auf Basis des HLR (Home Location Register) statt. Alle T-Mobile Kunden wissen seit dieser Woche das es sowas gibt :) Und das ganze was hinter dem HLR ist noch viel komplexer.

Wenn es so einfach wäre, dann könnte man doch auch Telefonate, SMS usw. von wichtigen Personen (Stars, Politiker oder Manager) abfangen. Damit könnte man sicher auch eine Menge Geld verdienen, evt. sogar mehr als durch das abfangen von mTANs ;-)

Wenn ein Verbrecher sowas machen wollte, würde das aus meiner Sicht nicht ohne einen Trojaner auf dem Zielmobile funktionieren! Dieser Trojaner muss dann einfach alle eingehenden SMS, oder was auch immer man gerade haben will, direkt an ein anderes Mobile weiterleiten.

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