Im 3G and 4G Wireless Blog habe ich eine interessante Grafik zum Thema VoLGA im Vergleich zu VoLTE gefunden:

VoLGA and VoLTE Architecture difference
Die Grafik stammt von NTT DoCoMo und wurde auf der LTE World Summit gezeigt.
Dabei drängt sich mir folgende Frage auf: Warum hällt ausgerechnet die Deutsche Telekom so VoLGA an fest? VoLGA ist nicht vom 3GPP-Gremium (3rd Generation Partnership Project) supported! Derzeit unterstützt 3GPP nur den IMS-Ansatz. Auch CS Fallback wurde von der Organisation verworfen.
Allerdings gibt es nach Angaben des deutschen Mobilfunk-Service-Providers T-Mobile ein massives Problem, das bei LTE noch gelöst werden muss. Die Technik unterstützt die Übertragung von leitungsvermittelten Sprachdaten und SMS nur unzureichend.
Genauer gesagt haben sich die Hersteller von LTE-Ausrüstung und die Mobilfunk-Carrier noch nicht auf ein Standardverfahren einigen können, mit dem sich leitungsvermittelte Gespräche (solche, die nicht auf IP basieren) über das IP-basierte LTE transportieren lassen.
Wenn schon neu, warum dann nicht gleich richtig? Könnte im Fall der Telekom aber auch daran liegen, dass diese Mitglieg im VoLGA Forum ist, neben Alcatel-Lucent, Ericsson, Huawei, Kineto Wireless, LG Electronics, Motorola, Nortel, Samsung, Starent Networks und ZTE. Warum die Telekom sich auf die Seite der Hersteller schlägt, statt der 3GPP ist mir ein Rätsel. Warum hier wieder komplett auf die MSC aufgebaut wird ist mir auch schleierhaft!
Derzeit ist T-Mobile der einzige Service-Provider, der VoLGA unterstützt. Dagegen setzen Firmen wie Verizon Wireless und Orange auf CS Fallback. Bliebe es dabei, würde es beim Roaming zwischen zwei Netzen zu Problemen kommen, in denen unterschiedliche Technologien verwendet werden.
Ach ja? Wer braucht auch schon LTE Roaming? Schade! Das ist mal wieder nicht wirklich Kundenfreundlich von den Anbietern! Zumal ich persönlich es nicht gut finde, wenn man voll an bestehenden Standardisierungen vorbei eine Implementierung macht! Aber wer kümmert sich schon um Standards? Wer braucht schon so etwas wie die 3GPP? Oder VoLGA eben entsprechend von der 3GPP abnicken lassen. Dann aber mit kompatibiltät zu den anderen implementierungen!!!
Zwei Implementierungen die natürlich nicht zu einander kompatibel sind immer schlecht! Bleibt wieder Die Frage: Warum kann sich die Industrie und/oder die Anbieter nicht mal auf einen Standard einigen? Wir, die Kunden, werden es dann sicher wieder ausbaden! Und es wird ein langes hin und her bis sich einer der beiden Standards durchsetzt. Alle die dann auf den anderen (Dann wohl falschen) gesetzt haben müssen dann nachbessern (im Klartext umbauen und Migrieren). Die dadurch entstehenden Kosten zahlen dann auch wieder wir, also die Kunden!
Schnell, schnell implementieren koste es was es wolle? Nein Danke!!!
Quellen: networkcomputing, lightreading und 3G and 4G Wireless Blog