Ich habe einiges an Fragen zu meinem Apple Server Beitrag erhalten, hier ein echtes Beispiel einer native und 100% pure Apple Server Layout das ich vor einiger Zeit für einen Kunden aufgebaut habe.
- Apple Lion Server – Mac Mini Server 2.0GHz i7, mit 8GB und 2x 750GB internen Festplatten. Zusätzlich sind an diesem Server 2 externe Platten Systeme angeschlossen (mit je 4TB Platten)
- Apple Lion Server – Mac Mini Server 2.0GHz i7, mit 8GB und 2x 500GB internen Festplatten.
- Apple Lion Server – Mac Mini Desktop 2.3GHz, mit 4GB und einer 500GB internen Festplatte. Zusätzlich ist an diesem Server ein externes Platten System mit 3×1.5GB Festplatten angeschlossen.
Die Dienste sind auf die drei Server verteilt:
- Open Directory Server, File Server (AFP, SMB und WebDAV), hier liegen die wichtigsten Daten und auch die Benutzer Verzeichnisse. Mail/Push/Jabber Server, DNS Backup und Radius Server.
- Open Directory Server, Profil-Server, Apache/PHP/MySQL Server, Wiki, Mail Relay Server (Ein- und ausgehend). Zusätzlich DNS Master, DHCP und Radius Server.
- Time Machine für die Clients, FTP Transfer Server, MySQL Backup-Server. Neben Software Update Server (SUS) ist es derNetBoot, NetInstall und NetRestore Server für alle lokalen Clients.
Der Zugriff von extern erfolgt über einen Cisco UC500 Router, dieser stellt neben den VoIP Funktionen auch sämtliche VPN Funktionen zur Verfügung. Zusätzlich kommen intern diverse Cisco Access Points zum Einsatz. Clients sind derzeit 35 Apple Desktops (iMac und Mac Pro) und diverse MacBooks. Die meisten Client Systeme laufen mit Lion, einige Clients laufen allerdings aus Kompatibilitäts-Gründen noch immer auf Snow Leopard (Apple OS X 10.6). Alle Benutzer Verzeichnisse liegen im Netz und werden, bei Bedarf, per Mobile Home Sync auf die Clients verteilt. Das macht es flexibler für Nutzer ;-)
Zusätzlich sind aktuell 42 verwaltete iOS Devices angebunden und (noch) 5 Windows XP Client Systeme.
Alle User und Gruppen befinden sich im Open Directory. Alle externen Zugriffe werden über das Open Directory via Radius authentisiert. Gleiches bei den internen WLAN Zugriffen. Zusätzlich sind noch etwas mehr als 30 externe Benutzer an diese Infrastruktur angebunden. Diese Benutzer nutzen diverse Dienste, aber die Clients sind nicht direkt integriert.
Durch diese Infrastruktur wurden letztes Jahr diverse Windows Server abgelöst. Eigentlich sollte ein zentrales iSCSI NAS als Storage zum Einsatz kommen. Das wurde aber erstmal verschoben… Und die derzeitigen externen (Thunderbolt) Systeme sind alles andere als schlecht!
Aber auch hier gab es schon diverse Probleme: Nach fast jedem Update musste hier noch mal (Remote) Hand an die Server gelegt werden. Irgendwas war immer total schief! Der Client Support (und auch das interne Software Deployment) erfolgt über Apple Remote Desktop (ARD) Version 3.5.
Die Migration dauerte nicht lange und die Benutzer haben die Apple Server samt der Dienste auch relativ schnell in ihr Herz geschlossen! Das liegt aber daran, dass der Kunde sich fast ausschliesslich im Apple Eco Kosmos bewegt. Hier ist die Integration natürlich ein Kinderspiel. Die meisten Clients waren hier schon immer OS X!
Das einzige das Anfangs bei einigen Benutzern für schlechte Laune gesorgt hat: Sie mussten ihr geliebtes(?) Outlook aufgeben und müssen nun mit Mail, iCal und dem Adressbuch arbeiten. Aber auch das hat sich relativ schnell gelegt.
Als Client Software kommen neben Apple iWork und Microsoft Office einige FileMaker und Bento Datenbank Lösungen zum Einsatz. Hier muss mal erklären, dass der Kunde schon seit langem eine FileMaker basierende Lösung verwendet und intern eine ganze Menge FileMaker und Bento Know How hat. Jeder andere hätte sicher ein CRM gekauft (Es gibt ja eine ganze Menge wirklich brauchbare Lösungen am Markt), hier wurde aber etwas eigenes geschrieben. Vorteil ist natürlich, dass es extrem gut in die bestehende Client/Server und Mobile Infrastruktur passt!
Als nächstes soll komplett auf Apple iWork umgestellt werden. Das würde den Zugriff von extern und vor allem von iOS Geräten per WebDAV erleichtern und eine Menge Kosten sparen. Hier würde nämlich ein Update der Microsoft Office Suite anstehen. Und leider kostet der Update mehr als das ganze iWork! Das macht der Kunde aber intern… Wenn mal wieder Zeit ist ;-)
Und zu guter letzt ist das Thema Storage Konsolidierung auf ein iSCSI NAS System noch nicht vom Tisch. Aber da derzeit alles gut läuft und auf den bestehenden Systemen noch genug Platz ist wird das noch einen Moment dauern…

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